GLOSSARY
UAP-Glossar: die Begriffe in den freigegebenen Akten.
Das Vokabular, das dir in diesen Dokumenten begegnet — offizielle Abkürzungen, Sensorjargon und die Wörter, mit denen die Akten benennen, was sie nicht identifizieren konnten. Erklärt für Lesende, nicht für Fachleute.
- UAP — Unidentified Anomalous Phenomena (unidentifizierte anomale Phänomene)
- Der heute offizielle Begriff, eingeführt als Ersatz für „UFO“ und über Flugobjekte hinaus erweitert auf anomale Objekte, die in der Luft, im Weltraum, auf dem Wasser und unter Wasser gemeldet werden. Seine Verwendung sagt nichts über die Herkunft aus: Gemeint ist eine Beobachtung, die nicht aufgeklärt wurde.
- UFO — Unidentified Flying Object (unidentifiziertes Flugobjekt)
- Der Begriff, der sich durch die älteren Akten zieht. In Dokumenten der 1940er- bis 1990er-Jahre ist er schlicht die damals übliche Bezeichnung und wird in Berichten oft zu „fliegende Scheibe“ oder „fliegendes Objekt“ verkürzt.
- PURSUE
- Das Programm, in dessen Rahmen das US-Kriegsministerium freigegebenes UAP-Material in Etappen auf war.gov/ufo veröffentlicht. Es ist die Quelle jeder Akte in diesem Archiv.
- AARO — All-domain Anomaly Resolution Office
- Die Stelle des US-Kriegsministeriums, die für das Erfassen, Identifizieren und Aufklären von Meldungen über anomale Phänomene zuständig ist. In neueren Akten ist der „AARO Comment“ die eigene Einschätzung dieser Stelle zu dem, was das Material zeigt.
- Project Blue Book
- Die Untersuchung von UFO-Meldungen durch die US-Luftwaffe, die von 1952 bis 1969 lief; vorausgegangen waren Project Sign (1948) und Project Grudge (1949). Ein großer Teil der Unterlagen aus der Mitte des 20. Jahrhunderts in diesen Veröffentlichungen gehört zu dieser Untersuchungsreihe.
- FLIR — Forward-Looking Infrared (vorwärtsgerichtete Infrarotoptik)
- Ein Infrarotsensor an Bord von Militärflugzeugen, der Wärme statt sichtbaren Lichts abbildet. In FLIR-Aufnahmen kann ein helles Objekt heiß statt leuchtend sein, und die Anzeige zeigt oft „WHT“ oder „BLK“ für die verwendete Polarität.
- VIRIN
- Die Visual Information Record Identification Number, die eindeutige Kennung, die das US-Militär einer offiziellen Foto- oder Videoaufnahme zuweist. Sie ist die Referenz, die man beim Zitieren eines Bildes angibt.
- DVIDS
- Der Defense Visual Information Distribution Service, die öffentliche Plattform, die offizielles Bild- und Videomaterial des US-Militärs bereitstellt. Die Videodateien in diesem Archiv werden von dort gestreamt.
- Schwärzung (Redaction)
- Das Entfernen von Informationen vor der Freigabe — Namen, Quellen, Methoden oder die Identität von Zeugen —, meist erkennbar an schwarzen Balken oder Leerstellen. Geschwärzt ist nicht dasselbe wie unleserlich: Das eine ist eine Entscheidung, das andere Verfall.
- Freigabe (Declassification)
- Das formale Verfahren, mit dem eingestuftes Material seine Beschränkung verliert und veröffentlicht werden darf. Ein freigegebenes Dokument ist öffentlich, kann aber dennoch mit Schwärzungen erscheinen.
- FOIA — Freedom of Information Act (US-Informationsfreiheitsgesetz)
- Das US-Gesetz, das jeder Person erlaubt, Unterlagen von Bundesbehörden anzufordern. Viele der älteren Akten in diesem Archiv tragen die Stempel und Vorgangsnummern früherer FOIA-Anträge.
- Parallaxe und Sensorartefakt
- Zwei der häufigsten gewöhnlichen Erklärungen für anomal wirkende Aufnahmen: scheinbare Bewegung, die durch die Bewegung der Kamera selbst entsteht, und Formen, die von der Optik oder der Bildverarbeitung erzeugt werden statt von einem Objekt. AARO-Einschätzungen führen sie häufig an.
- Ungeklärter Fall
- Eine Meldung, die ohne Identifizierung abgeschlossen wurde. Das bedeutet, dass die verfügbaren Daten nicht ausreichten, um zu bestimmen, was beobachtet wurde — nicht, dass etwas Unerklärliches bestätigt worden wäre.
- Datum des Vorfalls vs. Datum der Veröffentlichung
- Zwei verschiedene Daten, die bei jeder Akte hier auftauchen: wann sich das Ereignis den Meldungen zufolge zugetragen hat und wann das Dokument darüber öffentlich gemacht wurde. Dazwischen können siebzig Jahre liegen.